Ausgabe Nr. 1 / 2018 | Internationalisierung im Profisport

 

 

Markus Breuer, Konstantin Druker, Maike Grotz
Internationalisierung im Sport – ein Weg ohne Wiederkehr?

Keywords:
Internationalisierung, Sport, Internationalisierungsformen, Geschichte

Zitation:
Breuer, M., Druker, K. & Grotz, M. (2018).Internationalisierung im Sport - ein Weg ohne Wiederkehr?. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. x-xx.


Florian Post & Konstantin Druker
Eine Untersuchung zum Internationalisierungsstand der Bundesliga 2015/2016

Die Bundesliga sowie ihre Clubs sind gezwungen, ihre Auslandsaktivitäten zu erhöhen, da zum einen nationale Märkte zunehmend gesättigt sind und zum anderen europäische Konkurrenten durch langjährige Internationalisierungsaktivitäten höhere Erlöse aus der Auslandsvermarktung erzielen können. Der vorliegende Text stellt den Internationalisierungsstand der 18 deutschen Profifußballclubs der 1. Bundesliga 2015/2016 dar und liefert damit einen Beitrag zur Deckung der Informationslücke über die Internationalisierungsaktivitäten vieler kleinerer Clubs. Dabei werden insbesondere die Potentiale der deutschen Clubs im Rahmen ihrer Internationalisierung aufgezeigt, welche Zielmärkte sie anvisieren und welche Maßnahmen sie hierfür implementieren. Im Ergebnis haben die deutschen Clubs in den letzten Jahren ihre Internationalisierungsaktivitäten deutlich intensiviert, insbesondere bezüglich Auslandsreisen, Social Media-Aktivitäten sowie der Einbindung von Partnern und Sponsoren.

Keywords:
Bundesliga, Auslandsaktivitäten, Auslandsvermarktung, Zielmarktauswahl

Zitation:
Post, F. & Druker, K. (2018). Eine Untersuchung zum Internationalisierungsstand der Bundesliga 2015/2016. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Christopher Huth, Johannes Hähnlein & Markus Kurscheidt
Internationale Zielmarktauswahl im Profifußball: Ein Scoring-Modell zur Deutschen Fußball Liga

Die treffende Auswahl von Zielmärkten ist in der Außenwirtschaft ein zentraler Erfolgsfaktor. Daher sollte sich auch die Internationalisierungsstrategie des deutschen Profifußballs auf attraktive Auslandsmärkte fokussieren. Vor dem Hintergrund untersucht der Beitrag die Geschäftschancen und -risiken sowie das fußballspezifische Nachfragepotenzial einer Vielzahl an Ländern anhand von verfügbaren Datenquellen zu zwanzig Kriterien. Diese werden in einem Scoring-Modell gewichtet bewertet. Im Grundsatz bestätigen die Ergebnisse den bisherigen Fokus der Deutschen Fußball Liga und ihrer Clubs auf China und die USA. Stärker beachtet werden sollte indes auch Japan, Südkorea sowie Indien und Australien. Ebenso sollten europäische Nachbarländer wie Frankreich nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Keywords:
Fußball, Bundesliga, Internationalisierung, Außenwirtschaft, Scoring

Zitation:
Huth, C., Hähnlein, J. & Kurscheidt, M. (2018). Internationale Zielmarktauswahl im Profifußball: Ein Scoring-Modell zur Deutschen Fußball Liga. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Neal Murphy
Markenrelevante Erfolgsfaktoren zur Erschließung des US-amerikanischen Marktes

Aufgrund von Sättigungstendenzen des Heimatmarktes und dem sich zunehmenden finanziellen Verdrängungswettbewerb zwischen den europäischen Fußballligen, sollten Profifußballclubs vermehrt internationale Märkte erschließen, um weitere Umsatzerlöse zu generieren. Im Rahmen der internationalen Markterschließung spielen dabei insbesondere die Clubmarken eine signifikante Rolle. Erst durch das Markenwissen in den Köpfen der Konsumenten können sich Clubs vom Wettbewerb differenzieren und weitere Erlösquellen erschließen. Vorliegend werden potenzielle Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Markenwerte am Beispiel des Zielmarktes USA identifiziert. Dabei werden Maßnahmen erarbeitet, die für die Realisierung starker Marken notwendig sind. Dazu wird ein Benchmark zwischen den fünf europäischen Clubs Real Madrid, FC Barcelona, FC Liverpool, Manchester United und Bayern München durchgeführt. Im Ergebnis wird deutlich, dass insbesondere die Einbindung bestehender Partner und Sponsoren, der Einsatz von Online-Medien und eine regelmäßige Vorortpräsenz der Clubs scheinbar wichtige Erfolgsfaktoren zur Erhöhung der Markenstärke in den USA sind.

Keywords:
Fußball, US-amerikanischer Markt, internationale Märkte, Clubmarken

Zitation:
Murphy, N. (2018). Markenrelevante Erfolgsfaktoren zur Erschließung des US-amerikanischen Marktes. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Marcel Greubel & Sebastian Kaiser-Jovy
Die Erfolgskriterien eines Mannschaftssportwettbewerbs am Beispiel der UEFA Women’s Champions League

Der Beitrag widmet sich Erfolgskriterien von Mannschaftssportwettbewerben. Vor dem Hintergrund dieser Forschungsfrage wird analysiert, ob sich die UEFA Women’s Champions League (UWCL) als erfolgreicher Mannschaftssportwettbewerb etabliert hat. Dazu werden Erfolgsfaktoren herangezogen, auf deren Ausprägungen hin der Wettbewerb überprüft wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der theoriegeleiteten Herausarbeitung der Erfolgskriterien und einem gestuften methodischen Vorgehen, d.h. der Anwendung verschiedener wissenschaftlicher Methoden zur Überprüfung der Erfolgsfaktoren. Dazu werden eine beispielhafte Spieltagserfolgsrechnung ausgearbeitet sowie Zuschauerzahlen analysiert. Des Weiteren kommt eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der Fernsehberichterstattung zum Einsatz. Zur Gewinnung von Meinungen werden zudem problemzentrierte Interviews mit Verantwortlichen von teilnehmenden Mannschaften durchgeführt. Im Ergebnis lassen sich daraus Handlungsempfehlungen ableiten, die zu einer Verbesserung des Wettbewerbes beitragen könnten. Bspw. unterstützt die Spieltagserfolgsrechnung die Forderung nach einer größeren finanziellen Unterstützung zur Kostendeckung der Vereine durch die UEFA. Darüber hinaus existiert ein weiterer Forschungsbedarf, v.a. hinsichtlich der Medien. Dennoch werden Unterschiede zwischen der UWCL und den weiteren betrachteten Wettbewerben offenbar.

Keywords:
Erfolgskriterien, UWCL, Mannschaftssportwettbewerb(e), qualitative und quantitative Inhaltsanalyse, Spieltagserfolgsrechnung

Zitation:
Greubel, M. & Kaiser-Jovy, S. (2018). Die Erfolgskriterien eines Mannschaftssportwettbewerbs am Beispiel der UEFA Women’s Champions League. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Sandy Adam & Gregor Hovemann
Auswirkungen der Corporate Governance auf die Internationalisierung im deutschen professionellen Fußball

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die Corporate Governance-Strukturen des deutschen professionellen Fußballs für eine Clubinternationalisierung zum Zwecke der Beschaffung kritischer finanzieller Ressourcen auf den internationalen Märkten für Investoren und Sponsoren geeignet erscheinen. Dabei wird zunächst das regulative Umfeld des deutschen professionellen Fußballs betrachtet. Aus verfügungsrechtlicher Perspektive wird dargestellt, dass im Rahmen der Clubinternationalisierung den deutschen professionellen Fußballclubs der internationale Markt für Investoren im gegenwärtigen regulativen Umfeld weitgehend verschlossen bleibt. Im Gegensatz dazu erweist sich der internationale Markt für Sponsoren in der gegebenen Konstellation als sehr attraktiv.

Keywords:
Corporate Governance, Internationalisierung, Fußball Bundesliga, Theorie der Verfügungsrechte, Ressourcenabhängigkeitsansatz

Zitation:
Adam, S. & Hovemann, G. (2018). Auswirkungen der Corporate Governance auf die Internationalisierung im deutschen professionellen Fußball. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Peter W. Neugebauer, Markus Breuer
Steuerliche Aspekte bei der Internationalisierung von Sportclubs

Sport ist international. Für die Sportproduktion und den -konsum ist Sprache sekundär. Die internationale mediale Vermarkung stellt in vielen Sportarten eine der zentralen Einkunftsquellen dar. Jeder Sportclub besitzt Potentiale, um internationale Erträge zu generieren. Internationale Erträge gehen aber auch immer mit steuerlichen Risiken, insbesondere einer möglichen Doppelbesteuerung, einher.
Der vorliegende Beitrag beschreibt die Grundlagen des internationalen Steuerrechtes, die Funktionsweise der deutschen Ertragssteuergesetze und erläutert die Wirkungsweise des OECD-Musterabkommens auf die Besteuerung einzelner Einkünfte. Exemplarische werden drei Arten von Auslandsaktivitäten skizziert (Onlinevertrieb, Aufbau einer Zweigniederlassung, Gründung einer Tochtergesellschaft), die im professionellen Sport üblicherweise auftreten können. Es zeigt sich, dass eine Doppelbesteuerung der Einkünfte in der Regel vermieden werden kann, wenn entsprechende Rahmenbedingungen beachtet werden.

Keywords:
Internationalisierung, Auslandsvermarktung, Steuergestaltung

Zitation:
Neugebauer, P.W. & Breuer, M. (2018). Steuerliche Aspekte bei der Internationalisierung von Sportclubs. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Konstantin Herrmann & Christoph Rasche
Globalisierung der Wettmärkte im Kontext der Digitalisierung. Geschäftsmodelle, Regulierungen und Auswirkungen auf den Sport

Die Möglichkeit Sportereignisse durch verbesserte Medientechnik auf der gesamten Welt sichtbar zu machen bringt Chancen der Markterweiterung für Sportorganisationen mit sich, es profitieren aber auch die Anbieter von Sportwetten als Verwerter der globalen Sportereignisse. Diese Studie untersucht die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, die staatlichen und privaten Sportwettenanbietern zugrunde liegen und diskutiert Regulierungsmöglichkeiten sowie Auswirkungen auf den Sport. Bei der Betrachtung der Geschäftsmodelle auf der Nutzen-, Wertschöpfungs- und Ertragsdimension zeigt sich ein deutlicher Vorteil der privaten gegenüber den staatlichen Angeboten. Dieser Vorteil begründet sich mitunter in der fehlenden Regulierung des Wettmarktes durch den Gesetzgeber. Die Auswirkungen einer strikten Regulierung des Wettmarktes träfen die Geschäftsmodelle privater Sportwettenanbieter existenziell. Auf der anderen Seite bedarf es zur Wahrung der Integrität des Sportes Regulierungsmaßnahmen in Bezug auf Sportwetten, da durch Wettbetrug und Spielmanipulationen die Offenheit der Sportereignisse bedroht wird. Diese Offenheit ist nicht nur Grundvoraussetzung für die Zuschauernachfrage an Sportereignissen, sondern auch für jegliche Wettaktivität. Für eine Lösung innerhalb dieses Spannungsfeldes benötigt es die Beteiligung aller Akteure.

Keywords:
Glücksspiel, Sportwetten, Geschäftsmodelle, Globalisierung, Digitalisierung

Zitation:
Hermann, K. & Rasche, C. (2018). Globalisierung der Wettmärkte im Kontext der Digitalisierung. Geschäftsmodelle, Regulierungen und Auswirkungen auf den Sport. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Gerd Nufer
Lessons from Sports: What Corporate Managers can learn from International Professional Sports

Although sports is generally defined as motor activity, it has always been much more than that. Since management and sports follow the same objective of achieving highest performance, correlations between these two fields nowadays become increasingly interesting in terms of corporate strategy. This paper aims to point out how organisations as well as individuals can benefit from the general and psychological values and strategies of international professional sports, by first looking at the general framework of professional sports and further applying approaches from various types of sports directly to certain business functions like general management, human resource management and marketing management.

Keywords:
General management, Sports management, Human resource management, Marketing management, Sports Marketing

Zitation:
Nufer, G. (2018). Lessons from Sports: What Corporate Managers can learn from International Professional Sports. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.

 

 

Ausgabe Nr. 2 / 2018

 

Peter Ehnold, Andreas Gohritz & Dennis Lichtenwimmer
Playstation und Fußballplatz. Vom eSport-Zuschauer zum Fußballfan?

Abstract:

Eine steigende Anzahl europäischer Fußballvereine beginnt, sich im eSport zu engagieren. Ein Hauptgrund dafür liegt in dem erhofften Transfer der Fanzugehörigkeit vom eSport Team auf den Fußballverein selbst. Der vorliegende Beitrag schließt hier an und geht der übergeordneten Frage nach, welche Fanpotentiale eSport-Zuschauer für Fußballvereine bieten? Dabei deuten die Ergebnisse auf nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei der Realisierung dieser Zielstellung hin. Diese zeigen sich vor allem darin, dass die vermeintlich attraktiven Zielgruppen entweder bereits an einen Fußballverein gebunden sind oder nur eine geringe allgemeine Affinität zum Fußball aufweisen. Darüber hinaus erschwert die eher begrenzte Reichweite der von den Fußballvereinen präferierten Spiele – dies gilt vor allem für das Spiel FIFA – die Transferwirkung.

Keywords:
eSport, Fußball, Fanpotenziale, Segmentierung

Zitation:
Ehnold, P., Gohritz, A. & Lichtenschwimmer, D. (2018). Playstation und Fußballplatz. Von eSport-Zuschauer zum Fußballfan?. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. 1-20.


Joachim Lammert, Sebastian Björn Bauers & Gregor Hovemann
Die 50+1-Regel im deutschen Profifußball – Eine qualitative Evaluation von Lösungsvorschlägen zur Herstellung des regulatorischen Sollzustandes

Abstract:

Im Rahmen der Finanzierung professioneller Fußballclubs in Deutschland soll die 50+1-Regel den Einfluss von Investoren regulieren. Aufgrund der ineffektiven Ausgestaltung der Regel wird der regulatorische Sollzustand jedoch verfehlt. Vor dem Hintergrund wird erstmals eine Gegenüberstellung dreier bestehender Lösungsvorschläge vorgenommen. Der dabei zugrunde gelegte qualitative Ansatz berücksichtigt die Kriterien Effektivität, Effizienz, Kohärenz, Intensität sowie Europäische Orientierung. Ein gemeinsamer Vorteil der Lösungsvorschläge ergibt sich hinsichtlich der Verbesserung der Effektivität. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Kohärenz und der europäischen Orientierung. Daraus resultiert eine Vorteilhaftigkeit des dritten Lösungsvorschlags – eine Ergänzung der 50+1-Regel um die Break-even-Vorschrift des Financial Fair Play der UEFA.

Keywords:

Profifußball, Finanzierung, Regulation, 50+1-Regel, Financial Fair Play

Zitation:
Lammert, J., Bauers, S. & Hovemann, G. (2018). Die 50+1-Regel im deutschen Profifußball – Eine qualitative Evaluation von Lösungsvorschlägen zur Herstellung des regulatorischen Sollzustandes. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. 21-45.


Luca Rebeggiani, Fatma Rebeggiani & Hülya Deniz
Der lange Weg zu den Fünf Ringen - Eine Ökonomische Analyse der Bewerbungen Istanbuls um die Olympischen Spiele

Abstract:

Für aufstrebende Regionen ist die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen weiterhin ein begehrtes Unterfangen. Ein Paradebeispiel dafür ist die Stadt Istanbul, die sich nicht weniger als fünf Mal für die Austragung der Olympischen Sommerspiele beworben hat. Keine dieser Bewerbungen war erfolgreich. Gerade diese Erfolglosigkeit bei gleichzeitigem Beharren wirft Fragen auf. Dieser Aufsatz beleuchtet die Istanbuler Olympia-Bewerbungen und analysiert dabei die Beweggründe der politischen und sportpolitischen Akteure hinsichtlich ihrer Rationalität sowie die Stimmung in der Bevölkerung. Dabei wird auch eine Übersicht ihrer ökonomischen Dimension präsentiert, um eine Einschätzung der objektiven wirtschaftlichen Rationalität zu ermöglichen. Das Fazit fällt ambivalent aus: Zwar hat sich das technisch-organisatorische Niveau der Bewerbungen im Zeitablauf wesentlich gesteigert, dafür haben die gesellschaftlichen Spannungen in der Türkei, gerade in Bezug auf Großprojekte, erheblich zugenommen.

Keywords:
Olympische Spiele, Stadtentwicklung, Istanbul

Zitation:
Rebeggiani, L., Rebeggiani, F. & Deniz, H. (2018). Der lange Weg zu den Fünf Ringen - Eine Ökonomische Analyse der Bewerbungen Istanbuls um die Olympischen Spiele. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. 46-67.

Ausgabe Nr. 3 / 2018

 

Andreas Gohritz, Peter Ehnold & Gregor Hovemann
Polypol, Oligopol oder Monopol? - Zur Wettbewerbsintensität auf dem Spielerberatermarkt vor und nach dem Wegfall der Lizenzprüfung

Abstract:

Im Zuge der Überarbeitung des Reglements zur Arbeit von Spielervermittlern wurde unter anderem die Abschaffung des Lizenzierungsverfahrens beschlossen, wodurch die Markteintrittsbarrieren für potentielle Akteure gesenkt wurden. Der vorliegende Beitrag schließt hier an und geht den übergeordneten Fragen nach, (1) wie sich die Wettbewerbsintensität auf dem Spielerberatermarkt in Deutschland vor dem Wegfall der Lizenzprüfung einschätzen lässt sowie (2) wie sich die Wettbewerbsintensität nach dem Wegfall der Lizenzprüfung verändert hat? Die Auswertung von Daten über fünf Spielzeiten hinweg verdeutlicht, dass der Spielerberatermarkt keine monopolistische oder oligopolistische Markstruktur aufweist. Demgegenüber deutet der Gini-Koeffizient, als ein statistisches Maß zur Darstellung von relativer Ungleichheit, auf das Vorliegen einer mittleren Ungleichverteilung hin. Weiterhin lässt sich erkennen, dass der Wegfall der Lizenzprüfung zwar tendenziell zu einer Zunahme der Wettbewerbsintensität geführt hat, der Effekt aber nur minimal ausfällt und damit vernachlässigbar erscheint.

Keywords:
Spielerberater, Lizenzprüfung, Wettbewerbsintensität, Prinzipal-Agent-beziehung

Zitation:
Gohritz, A., Ehnold, P. & Hovemann, G. (2018). Polypol, Oligopl oder Monopol? - Zur Wettbewerbsintensität auf dem Spielerberatermarkt vor und nach dem Wegfall der Lizenzprüfung. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 8, S. 1-20.


Phil Ackermann & Florian Follert
Einige bewertungstheoretische Anmerkungen zur Marktwertanalyse der Plattform transfermarkt.de

Abstract:

Zahlreiche sportökonomische Studien beziehen sich auf die durch die Plattform transfermarkt.de bereitgestellten „Marktwerte“. Eine theoretische Betrachtung, was unter diesem Begriff zu verstehen ist und ob die ermittelten Zahlen einer bewertungstheoretischen Fundierung genügen, bleibt unberücksichtigt. Der vorliegende Beitrag möchte zur Schließung dieser Forschungslücke beitragen und analysiert die Marktwertanalyse von transfermarkt.de im Lichte der modernen Bewertungstheorie. Es zeigt sich, dass die „Marktwerte“ zwar zu Argumentationszwecken in Verhandlungen eingesetzt werden können, eine Entscheidungsunterstützung im Vorfeld eines Spielertransfers hingegen nicht möglich ist.

Keywords:

Spielerbewertung, Marktwert, Bewertungstheorie, Profifußball

Zitation:
Ackermann, P. & Follert F. (2018). Einige bewertungstheoretische Anmerkungen zur Marktwertanalyse der Plattform transfermarkt.de. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 3, S. 21-41.


Andreas Hebbel-Seeger & Lena Siemers
eSport im Profi-Fußball der DFL – Zu Erwartungen, Zielen und Markeneinfluss

Abstract:

Fußballvereine bemühen sich um eine nachhaltige Markenpositionierung, um Fans langfristig zu binden. Vor allem bei sportlichen Misserfolgen sind eine starke Markenpositionierung und klare Markenwerte wichtig, um durch treue Fans wirtschaftlich unabhängig zu sein. Ein neuer Weg der Markenpositionierung ist derzeit in der Deutschen Fußball-Bundesliga zu beobachten: Das Angebotsportfolio wird über das Kernprodukt Fußball hinaus in den eSport erweitert. Insgesamt 8 der 36 Vereine in der ersten und zweiten Bundesliga gaben bis Dezember 2017 ein Engagement im eSport bekannt. Viele weitere Vereine beobachten diese Entwicklungen und denken über einen Einstieg nach. Im Rahmen einer explorativen Studie sind wir daher der Frage nachgegangen, ob und wie sich das eSport-Engagement eines Vereins in der Fußball Bundesliga auf das Vereinsimage auswirkt. Dazu haben wir zunächst über Experteninterviews Zielsetzungen und erste Erfahrungen auf Anbieter-(Vereins-)Seite bezüglich der Erweiterung des Angebotsportfolios von Fußballverein um eine eSport-Komponente erkundet, um nachfolgend über eine Zielgruppenbefragung den Einfluss eines eSport-Engagements auf die Markenwahrnehmung zu untersuchen.

Keywords:
eSport, Fußball, ESL, DFL, Markenführung

Zitation:
Hebbel-Seeger, A & Siemers, L. (2018). eSport im Profi-Fußball der DFL – Zu Erwartungen, Zielen und Markeneinfluss. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 3, S. 42-58.

Ausgabe Nr. 1 / 2019

 

Gerd Nufer, David Mariot & André Bühler
Existiert ein Halo-Effekt bei Fans im deutschen Profi-Fußball? - Ergebnisse einer empirischen Analyse, Implikationen für die Sportmanagement-Praxis und aktueller Bezug

Abstract:

Ein Halo-Effekt liegt vor, wenn der Eindruck eines dominanten Merkmals die Beur-teilung anderer Eigenschaften eines Objekts beeinflusst. Es handelt sich um eine kognitive Verzerrung, die zu verzerrten Beurteilungen führt. In einem sportbezo-genen Kontext ist der Halo-Effekt bislang kaum erforscht worden, obwohl dies we-sentlich dazu beitragen könnte, das Denken und Verhalten von Sportfans zu verste-hen. Das Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die Frage zu beantworten, die gleichermaßen für die Theorie und die Praxis des Sportmanagement von Interesse ist: Gibt es einen Halo-Effekt im Fußball? Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, in deren Rahmen Fans von Vereinen aus der deutschen Fußball-Bundesliga befragt wurden.

Keywords:
Halo-Effekt, Fußball, Sportmarketing, Sozialpsychologie, "Die Mannschaft"

Zitation:
Nufer, G., Mariot, D. & Bühler, A. (2019). Existiert ein Halo-Effekt bei Fans im deut-schen Profi-Fußball? - Ergebnisse einer empirischen Analyse, Implikationen für die Sportmanagement-Praxis und aktueller Bezug. Sciamus - Sport und Management, Jg. 2019, Nr. 1, S. 1-25.


Maximilian Seidl, Dominic Lobgesang, Michael Barth & Martin Schnitzer
Sportmanagement-Absolventen der Universität Innsbruck: eine retrospektive Betrachtung der Berufsfelder, erworbenen Qualifikationen und Arbeitszufriedenheit

Abstract:

Bis dato liegen im Bereich Sportmanagement kaum veröffentlichte Befragungen von Absolventen österreichischer Hochschulen vor. Daher wurde im Rahmen die-ser Fallstudie neben der Analyse von drei Curricula (1994, 2002, 2007) eine retro-spektive Onlinebefragung von Absolventen des Studiengangs „Sportmanage-ment“ (SMA) durchgeführt, die deren Berufsfelder, erworbene Qualifikationen so-wie Berufszufriedenheit untersucht. Die Berufsfelder der Stichprobe stimmen fünf bis zwölf Jahre nach Studienabschluss mehrheitlich (56/94) mit jenen der Curricula sowie den Ergebnissen deutschsprachigen Literatur überein. Die Bewertung der Qualifikationen wirft die Frage auf, ob EDV- und Fremdsprachenkenntnisse unter den Zuständigkeitsbereich der Universität fallen. Insgesamt bildet die Arbeit eine erste Basis für zukünftige SMA-Befragungen in Österreich.

Keywords:

Absolventenbefragung, Sportmanagement, Berufsfeld, Qualifi-kation, Arbeitszufriedenheit

Zitation:
Seidl, M., Lobgesang, D., Barth, M. & Schnitzer, M. (2019). Sportmanagement-Absolventen der Universität Innsbruck: eine retrospektive Betrachtung der Berufsfelder, erworbenen Qualifikationen und Arbeitszufriedenheit. Sciamus - Sport und Management, Jg.  2019, Nr. 1, S. 26-47.


Christopher Huth
Forschungsreport - Zum Max-Morlock-Stadion mittels Crowdfunding: Motive der (Nicht-)Teilnahme an der Kampagne Max Gemeinsam

Keywords:

Fußball, Crowdfunding, Namensrechte, Teilnahmemotive

Zitation:
Huth, C. (2019). Forschungsreport - Zum Max-Morlock-Stadion mittels Crowdfunding: Motive der (Nicht-)Teilnahme an der Kampagne Max Gemeinsam. Sciamus - Sport und Management, Jg. 2019, Nr. 1, S. 48-53


Tobias Berger & Frank Daumann
Forschungsreport - Wettereffekte als Einflussfaktor auf Teamperformance im Fußball

Keywords:

Fußball, Wettereffekte, Teamperformance, Niederschlag, Temperatur

Zitation:
Berger, T. & Daumann, F. (2019). Forschungsreport - Wettereffekte als Einfluss-faktor auf Teamperformance im Fußball. Sciamus - Sport und Management, Jg. 2019, Nr. 1, S. 54-68

 

Ausgabe Nr. 3 / 2017

Christopher Huth
Umweltzertifikate im Sport: Gruppenspezifische Analyse der Relevanz und Zahlungsbereitschaft im Golfsport

Der Beitrag untersucht den Stellenwert des Zertifikats Golf&Natur für aktive Golfer bei einer Greenfee-Runde. Resümierend ist festzuhalten, dass das Umweltzertifikat des DGV im Gegensatz zu anderen Umweltzertifikaten wie beispielsweise das Bio-Siegel oder auch das US-amerikanischen Pendant im Golfsport bisher noch eine eher untergeordnete Rolle als Qualitätssignal spielt. Allerdings kann es – bezogen auf den deutschen Golfmarkt – insgesamt als mindestens genauso relevant bezeichnet werden wie das renommierte Qualitätszertifikat The Leading Golf Courses of Germany. Beide Zertifikate spielen bei der Auswahl eines Platzes eine unterstützende, jedoch keine zentrale Rolle. Somit ist aus einer reinen finanzpolitischen Perspektive zweifelhaft, ob die möglichen zusätzlichen Einnahmen durch ein erhöhtes Greenfee in der Lage sind, die durch den Zertifizierungsprozess entstehenden Kosten zumindest zu amortisieren.

Keywords:
Golfsport, Umweltzertifikate, Finanzpolitik, Zahlungsbereitschaft

Zitation:
Huth, C. (2017). Umweltzertifikate im Sport: Gruppenspezifische Analyse der Relevanz und Zahlungsbereitschaft im Golfsport. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 3, S. 1-13.


Jörn Littkemann, Claudio Kasper und Klaus Derfuß
Stand des Personalcontrollings im professionellen Teamsport: Empirische Ergebnisse aus deutschen Clubs

Bislang liegen nur sehr wenige Erkenntnisse zur Ausgestaltung des Controllings im professionellen Teamsport vor. Daher widmet sich dieser Beitrag der Analyse des Personalcontrollings in deutschen Teamsportorganisationen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung wurden 50 Verantwortliche aus den professionellen Ligen des Basketballs, Eishockeys, Fußballs und Handballs zum Entwicklungsstand des Personalcontrollings in ihren Clubs befragt. Es zeigt sich, dass fast alle Clubs in Grundzügen über ein operatives Personalcontrolling verfügen. Die Überwachung der laufenden Personalkosten und die Wahrnehmung der damit verbundenen Aufgaben sind häufig direkt bei der obersten Führung der Clubs angesiedelt. Spezifische Instrumente und Kennzahlen zur detaillierten Steuerung der Personalkosten und -erlöse insbesondere im Rahmen strategischer Fragestellungen kommen hingegen deutlich seltener zum Einsatz. Hier besteht für die Clubs noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial im Hinblick auf die zielgerichtete Weiterentwicklung ihres Personalcontrollings.

Keywords:
Bundesliga, Empirische Analyse, Personalcontrolling, Profisport, Teamsport

Zitation:
Littkemann, J., Kasper, C. & Derfuß, K. (2017). Stand des Personalcontrollings im professionellen Teamsport: Empirische Ergebnisse aus deutschen Clubs. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 3, S. 14-29.