Ausgabe Nr. 1 / 2018 | Internationalisierung im Profisport

 

 

Markus Breuer, Konstantin Druker, Maike Grotz
Internationalisierung im Sport – ein Weg ohne Wiederkehr?

Keywords:
Internationalisierung, Sport, Internationalisierungsformen, Geschichte

Zitation:
Breuer, M., Druker, K. & Grotz, M. (2018).Internationalisierung im Sport - ein Weg ohne Wiederkehr?. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. x-xx.


Florian Post & Konstantin Druker
Eine Untersuchung zum Internationalisierungsstand der Bundesliga 2015/2016

Die Bundesliga sowie ihre Clubs sind gezwungen, ihre Auslandsaktivitäten zu erhöhen, da zum einen nationale Märkte zunehmend gesättigt sind und zum anderen europäische Konkurrenten durch langjährige Internationalisierungsaktivitäten höhere Erlöse aus der Auslandsvermarktung erzielen können. Der vorliegende Text stellt den Internationalisierungsstand der 18 deutschen Profifußballclubs der 1. Bundesliga 2015/2016 dar und liefert damit einen Beitrag zur Deckung der Informationslücke über die Internationalisierungsaktivitäten vieler kleinerer Clubs. Dabei werden insbesondere die Potentiale der deutschen Clubs im Rahmen ihrer Internationalisierung aufgezeigt, welche Zielmärkte sie anvisieren und welche Maßnahmen sie hierfür implementieren. Im Ergebnis haben die deutschen Clubs in den letzten Jahren ihre Internationalisierungsaktivitäten deutlich intensiviert, insbesondere bezüglich Auslandsreisen, Social Media-Aktivitäten sowie der Einbindung von Partnern und Sponsoren.

Keywords:
Bundesliga, Auslandsaktivitäten, Auslandsvermarktung, Zielmarktauswahl

Zitation:
Post, F. & Druker, K. (2018). Eine Untersuchung zum Internationalisierungsstand der Bundesliga 2015/2016. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Christopher Huth, Johannes Hähnlein & Markus Kurscheidt
Internationale Zielmarktauswahl im Profifußball: Ein Scoring-Modell zur Deutschen Fußball Liga

Die treffende Auswahl von Zielmärkten ist in der Außenwirtschaft ein zentraler Erfolgsfaktor. Daher sollte sich auch die Internationalisierungsstrategie des deutschen Profifußballs auf attraktive Auslandsmärkte fokussieren. Vor dem Hintergrund untersucht der Beitrag die Geschäftschancen und -risiken sowie das fußballspezifische Nachfragepotenzial einer Vielzahl an Ländern anhand von verfügbaren Datenquellen zu zwanzig Kriterien. Diese werden in einem Scoring-Modell gewichtet bewertet. Im Grundsatz bestätigen die Ergebnisse den bisherigen Fokus der Deutschen Fußball Liga und ihrer Clubs auf China und die USA. Stärker beachtet werden sollte indes auch Japan, Südkorea sowie Indien und Australien. Ebenso sollten europäische Nachbarländer wie Frankreich nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Keywords:
Fußball, Bundesliga, Internationalisierung, Außenwirtschaft, Scoring

Zitation:
Huth, C., Hähnlein, J. & Kurscheidt, M. (2018). Internationale Zielmarktauswahl im Profifußball: Ein Scoring-Modell zur Deutschen Fußball Liga. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Neal Murphy
Markenrelevante Erfolgsfaktoren zur Erschließung des US-amerikanischen Marktes

Aufgrund von Sättigungstendenzen des Heimatmarktes und dem sich zunehmenden finanziellen Verdrängungswettbewerb zwischen den europäischen Fußballligen, sollten Profifußballclubs vermehrt internationale Märkte erschließen, um weitere Umsatzerlöse zu generieren. Im Rahmen der internationalen Markterschließung spielen dabei insbesondere die Clubmarken eine signifikante Rolle. Erst durch das Markenwissen in den Köpfen der Konsumenten können sich Clubs vom Wettbewerb differenzieren und weitere Erlösquellen erschließen. Vorliegend werden potenzielle Erfolgsfaktoren zur Steigerung der Markenwerte am Beispiel des Zielmarktes USA identifiziert. Dabei werden Maßnahmen erarbeitet, die für die Realisierung starker Marken notwendig sind. Dazu wird ein Benchmark zwischen den fünf europäischen Clubs Real Madrid, FC Barcelona, FC Liverpool, Manchester United und Bayern München durchgeführt. Im Ergebnis wird deutlich, dass insbesondere die Einbindung bestehender Partner und Sponsoren, der Einsatz von Online-Medien und eine regelmäßige Vorortpräsenz der Clubs scheinbar wichtige Erfolgsfaktoren zur Erhöhung der Markenstärke in den USA sind.

Keywords:
Fußball, US-amerikanischer Markt, internationale Märkte, Clubmarken

Zitation:
Murphy, N. (2018). Markenrelevante Erfolgsfaktoren zur Erschließung des US-amerikanischen Marktes. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Marcel Greubel & Sebastian Kaiser-Jovy
Die Erfolgskriterien eines Mannschaftssportwettbewerbs am Beispiel der UEFA Women’s Champions League

Der Beitrag widmet sich Erfolgskriterien von Mannschaftssportwettbewerben. Vor dem Hintergrund dieser Forschungsfrage wird analysiert, ob sich die UEFA Women’s Champions League (UWCL) als erfolgreicher Mannschaftssportwettbewerb etabliert hat. Dazu werden Erfolgsfaktoren herangezogen, auf deren Ausprägungen hin der Wettbewerb überprüft wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der theoriegeleiteten Herausarbeitung der Erfolgskriterien und einem gestuften methodischen Vorgehen, d.h. der Anwendung verschiedener wissenschaftlicher Methoden zur Überprüfung der Erfolgsfaktoren. Dazu werden eine beispielhafte Spieltagserfolgsrechnung ausgearbeitet sowie Zuschauerzahlen analysiert. Des Weiteren kommt eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse der Fernsehberichterstattung zum Einsatz. Zur Gewinnung von Meinungen werden zudem problemzentrierte Interviews mit Verantwortlichen von teilnehmenden Mannschaften durchgeführt. Im Ergebnis lassen sich daraus Handlungsempfehlungen ableiten, die zu einer Verbesserung des Wettbewerbes beitragen könnten. Bspw. unterstützt die Spieltagserfolgsrechnung die Forderung nach einer größeren finanziellen Unterstützung zur Kostendeckung der Vereine durch die UEFA. Darüber hinaus existiert ein weiterer Forschungsbedarf, v.a. hinsichtlich der Medien. Dennoch werden Unterschiede zwischen der UWCL und den weiteren betrachteten Wettbewerben offenbar.

Keywords:
Erfolgskriterien, UWCL, Mannschaftssportwettbewerb(e), qualitative und quantitative Inhaltsanalyse, Spieltagserfolgsrechnung

Zitation:
Greubel, M. & Kaiser-Jovy, S. (2018). Die Erfolgskriterien eines Mannschaftssportwettbewerbs am Beispiel der UEFA Women’s Champions League. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Sandy Adam & Gregor Hovemann
Auswirkungen der Corporate Governance auf die Internationalisierung im deutschen professionellen Fußball

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die Corporate Governance-Strukturen des deutschen professionellen Fußballs für eine Clubinternationalisierung zum Zwecke der Beschaffung kritischer finanzieller Ressourcen auf den internationalen Märkten für Investoren und Sponsoren geeignet erscheinen. Dabei wird zunächst das regulative Umfeld des deutschen professionellen Fußballs betrachtet. Aus verfügungsrechtlicher Perspektive wird dargestellt, dass im Rahmen der Clubinternationalisierung den deutschen professionellen Fußballclubs der internationale Markt für Investoren im gegenwärtigen regulativen Umfeld weitgehend verschlossen bleibt. Im Gegensatz dazu erweist sich der internationale Markt für Sponsoren in der gegebenen Konstellation als sehr attraktiv.

Keywords:
Corporate Governance, Internationalisierung, Fußball Bundesliga, Theorie der Verfügungsrechte, Ressourcenabhängigkeitsansatz

Zitation:
Adam, S. & Hovemann, G. (2018). Auswirkungen der Corporate Governance auf die Internationalisierung im deutschen professionellen Fußball. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Peter W. Neugebauer, Markus Breuer
Steuerliche Aspekte bei der Internationalisierung von Sportclubs

Sport ist international. Für die Sportproduktion und den -konsum ist Sprache sekundär. Die internationale mediale Vermarkung stellt in vielen Sportarten eine der zentralen Einkunftsquellen dar. Jeder Sportclub besitzt Potentiale, um internationale Erträge zu generieren. Internationale Erträge gehen aber auch immer mit steuerlichen Risiken, insbesondere einer möglichen Doppelbesteuerung, einher.
Der vorliegende Beitrag beschreibt die Grundlagen des internationalen Steuerrechtes, die Funktionsweise der deutschen Ertragssteuergesetze und erläutert die Wirkungsweise des OECD-Musterabkommens auf die Besteuerung einzelner Einkünfte. Exemplarische werden drei Arten von Auslandsaktivitäten skizziert (Onlinevertrieb, Aufbau einer Zweigniederlassung, Gründung einer Tochtergesellschaft), die im professionellen Sport üblicherweise auftreten können. Es zeigt sich, dass eine Doppelbesteuerung der Einkünfte in der Regel vermieden werden kann, wenn entsprechende Rahmenbedingungen beachtet werden.

Keywords:
Internationalisierung, Auslandsvermarktung, Steuergestaltung

Zitation:
Neugebauer, P.W. & Breuer, M. (2018). Steuerliche Aspekte bei der Internationalisierung von Sportclubs. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Konstantin Herrmann & Christoph Rasche
Globalisierung der Wettmärkte im Kontext der Digitalisierung. Geschäftsmodelle, Regulierungen und Auswirkungen auf den Sport

Die Möglichkeit Sportereignisse durch verbesserte Medientechnik auf der gesamten Welt sichtbar zu machen bringt Chancen der Markterweiterung für Sportorganisationen mit sich, es profitieren aber auch die Anbieter von Sportwetten als Verwerter der globalen Sportereignisse. Diese Studie untersucht die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, die staatlichen und privaten Sportwettenanbietern zugrunde liegen und diskutiert Regulierungsmöglichkeiten sowie Auswirkungen auf den Sport. Bei der Betrachtung der Geschäftsmodelle auf der Nutzen-, Wertschöpfungs- und Ertragsdimension zeigt sich ein deutlicher Vorteil der privaten gegenüber den staatlichen Angeboten. Dieser Vorteil begründet sich mitunter in der fehlenden Regulierung des Wettmarktes durch den Gesetzgeber. Die Auswirkungen einer strikten Regulierung des Wettmarktes träfen die Geschäftsmodelle privater Sportwettenanbieter existenziell. Auf der anderen Seite bedarf es zur Wahrung der Integrität des Sportes Regulierungsmaßnahmen in Bezug auf Sportwetten, da durch Wettbetrug und Spielmanipulationen die Offenheit der Sportereignisse bedroht wird. Diese Offenheit ist nicht nur Grundvoraussetzung für die Zuschauernachfrage an Sportereignissen, sondern auch für jegliche Wettaktivität. Für eine Lösung innerhalb dieses Spannungsfeldes benötigt es die Beteiligung aller Akteure.

Keywords:
Glücksspiel, Sportwetten, Geschäftsmodelle, Globalisierung, Digitalisierung

Zitation:
Hermann, K. & Rasche, C. (2018). Globalisierung der Wettmärkte im Kontext der Digitalisierung. Geschäftsmodelle, Regulierungen und Auswirkungen auf den Sport. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.


Gerd Nufer
Lessons from Sports: What Corporate Managers can learn from International Professional Sports

Although sports is generally defined as motor activity, it has always been much more than that. Since management and sports follow the same objective of achieving highest performance, correlations between these two fields nowadays become increasingly interesting in terms of corporate strategy. This paper aims to point out how organisations as well as individuals can benefit from the general and psychological values and strategies of international professional sports, by first looking at the general framework of professional sports and further applying approaches from various types of sports directly to certain business functions like general management, human resource management and marketing management.

Keywords:
General management, Sports management, Human resource management, Marketing management, Sports Marketing

Zitation:
Nufer, G. (2018). Lessons from Sports: What Corporate Managers can learn from International Professional Sports. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 1, S. xx-xx.

 

 

Ausgabe Nr. 2 / 2018

 

Peter Ehnold, Andreas Gohritz & Dennis Lichtenwimmer
Playstation und Fußballplatz. Vom eSport-Zuschauer zum Fußballfan?

Abstract:

Eine steigende Anzahl europäischer Fußballvereine beginnt, sich im eSport zu engagieren. Ein Hauptgrund dafür liegt in dem erhofften Transfer der Fanzugehörigkeit vom eSport Team auf den Fußballverein selbst. Der vorliegende Beitrag schließt hier an und geht der übergeordneten Frage nach, welche Fanpotentiale eSport-Zuschauer für Fußballvereine bieten? Dabei deuten die Ergebnisse auf nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei der Realisierung dieser Zielstellung hin. Diese zeigen sich vor allem darin, dass die vermeintlich attraktiven Zielgruppen entweder bereits an einen Fußballverein gebunden sind oder nur eine geringe allgemeine Affinität zum Fußball aufweisen. Darüber hinaus erschwert die eher begrenzte Reichweite der von den Fußballvereinen präferierten Spiele – dies gilt vor allem für das Spiel FIFA – die Transferwirkung.

Keywords:
eSport, Fußball, Fanpotenziale, Segmentierung

Zitation:
Ehnold, P., Gohritz, A. & Lichtenschwimmer, D. (2018). Playstation und Fußballplatz. Von eSport-Zuschauer zum Fußballfan?. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. x-xx.


Joachim Lammert, Sebastian Björn Bauers & Gregor Hovemann
Die 50+1-Regel im deutschen Profifußball – Eine qualitative Evaluation von Lösungsvorschlägen zur Herstellung des regulatorischen Sollzustandes

Abstract:

Im Rahmen der Finanzierung professioneller Fußballclubs in Deutschland soll die 50+1-Regel den Einfluss von Investoren regulieren. Aufgrund der ineffektiven Ausgestaltung der Regel wird der regulatorische Sollzustand jedoch verfehlt. Vor dem Hintergrund wird erstmals eine Gegenüberstellung dreier bestehender Lösungsvorschläge vorgenommen. Der dabei zugrunde gelegte qualitative Ansatz berücksichtigt die Kriterien Effektivität, Effizienz, Kohärenz, Intensität sowie Europäische Orientierung. Ein gemeinsamer Vorteil der Lösungsvorschläge ergibt sich hinsichtlich der Verbesserung der Effektivität. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Kohärenz und der europäischen Orientierung. Daraus resultiert eine Vorteilhaftigkeit des dritten Lösungsvorschlags – eine Ergänzung der 50+1-Regel um die Break-even-Vorschrift des Financial Fair Play der UEFA.

Keywords:

Profifußball, Finanzierung, Regulation, 50+1-Regel, Financial Fair Play

Zitation:
Lammert, J., Bauers, S. & Hovemann, G. (2018). Die 50+1-Regel im deutschen Profifußball – Eine qualitative Evaluation von Lösungsvorschlägen zur Herstellung des regulatorischen Sollzustandes. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. xx-xx.


Luca Rebeggiani, Fatma Rebeggiani & Hülya Deniz
Der lange Weg zu den Fünf Ringen - Eine Ökonomische Analyse der Bewerbungen Istanbuls um die Olympischen Spiele

Abstract:

Für aufstrebende Regionen ist die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen weiterhin ein begehrtes Unterfangen. Ein Paradebeispiel dafür ist die Stadt Istanbul, die sich nicht weniger als fünf Mal für die Austragung der Olympischen Sommerspiele beworben hat. Keine dieser Bewerbungen war erfolgreich. Gerade diese Erfolglosigkeit bei gleichzeitigem Beharren wirft Fragen auf. Dieser Aufsatz beleuchtet die Istanbuler Olympia-Bewerbungen und analysiert dabei die Beweggründe der politischen und sportpolitischen Akteure hinsichtlich ihrer Rationalität sowie die Stimmung in der Bevölkerung. Dabei wird auch eine Übersicht ihrer ökonomischen Dimension präsentiert, um eine Einschätzung der objektiven wirtschaftlichen Rationalität zu ermöglichen. Das Fazit fällt ambivalent aus: Zwar hat sich das technisch-organisatorische Niveau der Bewerbungen im Zeitablauf wesentlich gesteigert, dafür haben die gesellschaftlichen Spannungen in der Türkei, gerade in Bezug auf Großprojekte, erheblich zugenommen.

Keywords:
Olympische Spiele, Stadtentwicklung, Istanbul

Zitation:
Rebeggiani, L., Rebeggiani, F. & Deniz, H. (2018). Der lange Weg zu den Fünf Ringen - Eine Ökonomische Analyse der Bewerbungen Istanbuls um die Olympischen Spiele. Sciamus - Sport und Management, Jg. 9, Nr. 2, S. xx-xx.

Ausgabe Nr. 3 / 2017

Christopher Huth
Umweltzertifikate im Sport: Gruppenspezifische Analyse der Relevanz und Zahlungsbereitschaft im Golfsport

Der Beitrag untersucht den Stellenwert des Zertifikats Golf&Natur für aktive Golfer bei einer Greenfee-Runde. Resümierend ist festzuhalten, dass das Umweltzertifikat des DGV im Gegensatz zu anderen Umweltzertifikaten wie beispielsweise das Bio-Siegel oder auch das US-amerikanischen Pendant im Golfsport bisher noch eine eher untergeordnete Rolle als Qualitätssignal spielt. Allerdings kann es – bezogen auf den deutschen Golfmarkt – insgesamt als mindestens genauso relevant bezeichnet werden wie das renommierte Qualitätszertifikat The Leading Golf Courses of Germany. Beide Zertifikate spielen bei der Auswahl eines Platzes eine unterstützende, jedoch keine zentrale Rolle. Somit ist aus einer reinen finanzpolitischen Perspektive zweifelhaft, ob die möglichen zusätzlichen Einnahmen durch ein erhöhtes Greenfee in der Lage sind, die durch den Zertifizierungsprozess entstehenden Kosten zumindest zu amortisieren.

Keywords:
Golfsport, Umweltzertifikate, Finanzpolitik, Zahlungsbereitschaft

Zitation:
Huth, C. (2017). Umweltzertifikate im Sport: Gruppenspezifische Analyse der Relevanz und Zahlungsbereitschaft im Golfsport. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 3, S. 1-13.


Jörn Littkemann, Claudio Kasper und Klaus Derfuß
Stand des Personalcontrollings im professionellen Teamsport: Empirische Ergebnisse aus deutschen Clubs

Bislang liegen nur sehr wenige Erkenntnisse zur Ausgestaltung des Controllings im professionellen Teamsport vor. Daher widmet sich dieser Beitrag der Analyse des Personalcontrollings in deutschen Teamsportorganisationen. Im Rahmen einer empirischen Erhebung wurden 50 Verantwortliche aus den professionellen Ligen des Basketballs, Eishockeys, Fußballs und Handballs zum Entwicklungsstand des Personalcontrollings in ihren Clubs befragt. Es zeigt sich, dass fast alle Clubs in Grundzügen über ein operatives Personalcontrolling verfügen. Die Überwachung der laufenden Personalkosten und die Wahrnehmung der damit verbundenen Aufgaben sind häufig direkt bei der obersten Führung der Clubs angesiedelt. Spezifische Instrumente und Kennzahlen zur detaillierten Steuerung der Personalkosten und -erlöse insbesondere im Rahmen strategischer Fragestellungen kommen hingegen deutlich seltener zum Einsatz. Hier besteht für die Clubs noch ein erhebliches Verbesserungspotenzial im Hinblick auf die zielgerichtete Weiterentwicklung ihres Personalcontrollings.

Keywords:
Bundesliga, Empirische Analyse, Personalcontrolling, Profisport, Teamsport

Zitation:
Littkemann, J., Kasper, C. & Derfuß, K. (2017). Stand des Personalcontrollings im professionellen Teamsport: Empirische Ergebnisse aus deutschen Clubs. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 3, S. 14-29.

 

 

Ausgabe Nr. 2 / 2017

 

Sören Dressler, Thomas Rachfall & Dirk Förster-Trallo
Forschungsreport – Anforderungen an den Sports Data Manager: Ergebnisse einer globalen Untersuchung

Der hier vorgestellte Beitrag untersucht das Berufsbild des Sport Data Managers sowie die Ausbildungsinhalte für diesen Beruf. Hierfür wurden die marktseitig geforderten Ansprüche an Sports Data Manager ermittelt und mit den Ausbildungsinhalten an internationalen Uni­versitäten verglichen. Die Analyse der Ergebnisse ergab, dass ein regional divergierendes Verständnis des Berufsbildes besteht und dass unterschiedliche Ausbildungsstrategien eingesetzt werden. Dennoch werden die marktseitig geforderten Fähigkeiten nicht ausreichend vermittelt und stattdessen zu wenig bedarfsgerechte Inhalte gelehrt. Dieser Beitrag stellt die ermittelten Unterschiede für verschiedene internationale Regionen vor und zeigt so die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage der Ausbildungsinhalte auf.

Keywords:
Berufsfeld Sport, Berusbild, Sport Data Manager, Beruf Sport, Ausbildungsinhalte

Zitation:
Dressler, S., Rachfall, T. & Förster-Trallo, D. (2017). Forschungsreport – Anforderungen an den Sports Data Manager: Ergebnisse einer globalen Untersuchung. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 2, S. 1-8.


Olivia Wohlfart, Alexander Hodeck & Gregor Hovemann
Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt Sport – Ergebnisse einer Absolventenbefragung der Universität Leipzig

Das Berufsfeld Sport hat sich zu einem attraktiven Bereich für Berufsanfänger entwickelt. Die Zahl der Studienanfänger und –Absolventen steigt. Doch wo landen diese Absolventen? Welche Unterschiede lassen sich je nach gewählten Studienfächern erkennen? Die Arbeit befasst sich mit dem Berufseinstieg der Absolventen der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Mittels einer Online-Befragung wurden alle Absolventen seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge zu ihrem Berufseintritt befragt. Ausgehend von einer arbeitsmarkttheoretischen Perspektive werden die Humankapital-Theorie sowie die Neue Institutionenökonomik herangezogen, um im empirischen Teil der Arbeit Unterschiede zwischen Personengruppen zu untersuchen und zu interpretieren. Aus den Ergebnissen lassen sich weiterführende Forschungsfragen ableiten.

Keywords:
Absolventenstudie, Sportwissenschaftliche Studiengänge, Berufseintritt, Arbeitsmarkt Sport, Berufseinstieg Sport

Zitation:
Wohlfahrt, O., Hodeck, A. & Hovemann, G. (2017). Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt Sport – Ergebnisse einer Absolventenbefragung der Universität Leipzig. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 2, S. 10-27.


Hanns-Uwe Richter & Mathias Hick
Pyrotechnik im Profisport – Risiken für Vereine und Fans

Nur wenige Themen sind in der Gesellschaft so virulent und werden derart leidenschaftlich diskutiert wie der Sport. Häufig  geht es dabei um den vergangenen Spieltag der Fußball-Bundesliga oder um Spiele der Fußballnationalmannschaft. Doch nicht immer stehen die Ergebnisse im Vordergrund. Seit einiger Zeit ist ein Frage besonders präsent: Sollte man den Einsatz von Pyrotechnik aus Gründen der Fankultur tolerieren oder ablehnen?
Nachdem der BGH bereits im September 2016 festgestellt hat, dass der Schädiger auch beim Einsatz von Pyrotechnik dem Grunde nach zum Schadensersatz verpflichtet ist, bietet die jüngste höchstrichterliche Entscheidung Anlass, sich mit den Folgen des Einsatzes von Pyrotechnik für Vereine und verursachende Fans genauer zu befassen.

Keywords:
Profisport, Pyrotechnik, Sportrecht, Sportfans, Sportvereine

Zitation:
Richter, H.-U. & Hick, M. (2017). Pyrotechnik im Profisport – Risiken für Vereine und Fans. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 2, S. 28-34.

 

Ausgabe Nr. 1 / 2017

Holger Schunk, Thomas Könecke & Holger Preuß
Markenbezogene Zahlungsbereitschaft für Sportbekleidung – Quantifizierung von Preispremien für Funktions-T-Shirts mittels der Conjoint-Analyse

Aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen stiften Marken für Anbieter und Nachfrager einen beträchtlichen Nutzen, der bei Sportbekleidung besonders ausgeprägt ist, da hier die Relevanz von Marken besonders hoch ist. Ein beträchtlicher Teil der auf diese Kategorie entfallenden Konsumausgaben ist somit nicht auf die eigentlichen Kernleistungen der Produkte zurückzuführen, sondern durch Marken bedingt. Bisher fanden Preispremien – also die Mehrzahlungsbereitschaft – beim Kauf von Markenbekleidung im Sport in der wissenschaftlichen Literatur allerdings kaum Beachtung. Daher wird in dieser Studie eine Conjoint-Analyse zur Erfassung von Preispremien für verschiedene Segmente (Hoch-, Mittel- und Niedrigpreissegment) dieses Marktes durchgeführt. Als „Basisprodukt“ fungiert hierbei ein Halbarm-Funktions-T-Shirt. Wie sich zeigt, liegen die markenspezifischen Einzahlungen (Preispremien) für das Referenzprodukt je nach Sportart und Preissegment im „realistischen“ Szenario zwischen 10 und 30 Euro und im „konservativen“ Szenario zwischen 5 und 10 Euro.

Keywords:
Marke, Preispremien, Sportmarkt, Sportbekleidung, Conjoint Analyse

Zitation:
Schunk, H., Könecke, T. & Preuß, H. (2017). Markenbezogene Zahlungsbereitschaft für Sportbekleidung – Quantifizierung von Preispremien für Funktions-T-Shirts mittels der Conjoint-Analyse. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 1, S. 1-19.


Christopher Huth
Forschungsreport - Evaluierung der Entwicklung und Etablierung eines neuen Ligensystems im Zeitablauf am Beispiel der KRAMSKI Deutsche Golf

Keywords:
Golf, Forschungsreport, Deutsche Golf Liga

Zitation:
Huth, C. (2017). Forschungsreport - Evaluierung der Entwicklung und Etablierung eines neuen Ligensystems im Zeitablauf am Beispiel der KRAMSKI Deutsche Golf. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 1, S. 20-24.


Hiroyuki Shioume
Relevanz des CSR-Themas Bekämpfung der Homophobie für den deutschen Fußball und für das CSR-Markenmanagement des DFB

Zweck dieser explorativen Untersuchung ist es, herauszufinden, wie relevant das CSR-Thema Bekämpfung der Homophobie im Vergleich mit anderen CSR-Themen (Fußballamateure und Gewaltprävention) für den deutschen Fußball und das Markenimage des DFB sein kann. Ferner sollen anhand des Involvements die Ursachen ermittelt werden. Online wurde ein Quasi-Experiment mit Mixed Design (zwei Zwischen-Faktoren [drei bildliche Stimuli der CSR-Aktivitäten des DFB und High und Low Involvement in den DFB] und ein Within-Factor [Pre- und Posttest]) durchgeführt. ANOVA zeigte, dass das Bild der CSR-Aktivität zur Anti-Homophobie einen signifikant positiven Einfluss auf das Markenimage bei niedrig Involvierten hatte. Aus Sicht der CSR-Markenführung mag das Thema für den deutschen Fußball sehr relevant sein. Am Ende wird das Ergebnis anhand der deskriptiven Statistik zur Bekanntheit, Bewertung und Übereinstimmung der CSR-Kampagne wegen der begrenzten Stichprobengröße zurückhaltend diskutiert.

Keywords:
Homophobie, CSR, Markenimage, CSR-Markenführung, Involvement

Zitation:
Shioume, H. (2017). Relevanz des CSR-Themas Bekämpfung der Homophobie für den deutschen Fußball und für das CSR-Markenmanagement des DFB. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 1, S. 25-40.


Dirk Jungels, Michael Förch & Michael Riedl
Forschungsreport – PAS: Player Agent Study Vol.2
Spielerberater - Tätigkeit, Meinungen, Professionalisierung; Eine explorative, theoretische und empirische Untersuchung zum Berufsfeld des Spielerberaters

Keywords:
Spielerberater, Professionalisierung, Arbeitsmarkt Sport, empirische Untersuchung

Zitation:
Jungels, D., Förch, M. & Diedl, M. (2017). Forschungsreport – PAS: Player Agent Study Vol.2. Spielerberater - Tätigkeit, Meinungen, Professionalisierung; Eine explorative, theoretische und empirische Untersuchung zum Berufsfeld des Spielerberaters. Sciamus - Sport und Management, Jg. 8, Nr. 1, S. 40-49.