Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche

 

Die Herausgeber
Vorwort


Laura Brager
Eye Tracking als qualitatives Marktforschungsinstrument

Die Kontrolle von Veranstaltungen nimmt aufgrund eines immer stärker werdenden Konkurrenzkampfes einen immer größeren Stellenwert ein. Um langfristig nicht nur eine Aussage über die quantitativen Kennzahlen geben zu können, sondern gleichermaßen die Qualität einer Maßnahme zu bewerten, wird zukünftig das Eye Tracking auf im Veranstaltungssektor eine relevante Rolle einnehmen. Dieser Artikel soll einen Einblick in das Eye Tracking als Marktforschungsinstrument geben und die verschiedenen Systeme sowie Interpretationsmöglichkeiten aufzeigen.

Keywords:
Eye Tracking, Marktforschung, qualitative Analyse, Eye Tracking Glasses, Table Mount System

Zitation:
Brager,  L. (2016). Eye Tracking als qualitatives Marktforschungsinstrument. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 2-6.


Carsten Schröer
Eye Tracking in der Sponsoring-Forschung

Um die Leistungsfähigkeit des Sportsponsorings als eigenständiger Kommunikationsform kontinuierlich zu erhöhen, bedarf es der dezidierten Erforschung von Werbewirkungsparametern. Mittels Eye Tracking kann eine Aufmerksamkeitsmessung vorgenommen werden. Aufmerksamkeit stellt im holistischen Prozess der Erzeugung einer Werbewirkung ein wichtiges Einzelelement dar. Nach einer Explikation gängiger Sponsoring-Definitionen werden im Artikel Gemeinsamkeiten und Differenzen des Sportsponsorings, verstanden als partnerschaftliches Miteinander von Sponsoring-Geber und -Nehmer auf der Folie der gemeinsam genutzten Sport-Sponsoring-Plattform, zur klassischen Werbung aufgezeigt, um auf die beide Disziplinen verbindenden Forschungstraditionen der Werbeträger- und Werbemittelforschung überzuleiten. Das Eye-Tracking ist eine Form der Werbemittelforschung. Es wird theoretisch sowie methodisch verortet, um schließlich beispielhaft auf Forschungen der Wissenschaft einzugehen und exemplarisch Verwendungsmöglichkeiten der Praxis zu skizzieren.

Keywords:
Sportsponsoring, Eye Tracking, Beobachtung, Werbewirkungsforschung

Zitation:
Schröer, C. (2016). Eye Tracking in der Sponsoring-Forschung. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 7-16.


Steffen Ronft
Psychologische Prozesse der Werbewirkung im Sportumfeld

Viele Sportarten stellen für Unternehmen ein attraktives Umfeld zur Markenkommunikation dar. Diese werbliche Kommunikation im Sportumfeld, die diverse Formen von Sportsponsoring bis hin zu Ambush Marketing und Product Placement umfassen kann, ist daher ein interessantes Untersuchungsobjekt. Mittels Eye Tracking Untersuchungen kann das Blickverhalten von lokalen wie medialen Zuschauern weitestgehend exakt erfasst werden. Somit sind zunächst Rückschlüsse auf die visuelle Aufnahme der dargebotenen (Werbe-)Informationen möglich. Um eine Werbewirkung der genutzten Kommunikationsinstrumente aber erwarten zu können, sind zusätzlich zum bloßen visuellen Kontakt weitere psychologische Prozesse notwendig. In Zusammenhang mit dem physiologischen Sehvorgang stehen diverse Wirkmechanismen, die nachfolgend aufgearbeitet werden. Als Grundlage hierfür werden zentrale psychologische Konstrukte und Werbewirkungsmodelle eingeführt und darauf aufbauend eigene Modelle wie das „Modale Gedächtnismodell für werbliche Kommunikation im Sport“ sowie das „Processing-Fluency-Model der werblichen Kommunikation im Sport“ entwickelt.

Keywords:
Eye Tracking, Werbewirkung, Psychologische Prozesse, Processing-Fluency-Model, Markenkommunikation im Sport, Sponsoring, Werbewirkungsmodelle im Sport

Zitation:
Ronft, S. (2016). Psychologische Prozesse der Werbewirkung im Sportumfeld. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 17-32.


Michael Dinkel & Daniel Schwan
Die Pressewand – Effektives Werbemittel im Profifußball?

Seit langem sind Pressewände im Profifußball ein stets präsentes Werbemittel. Aufgrund der meist hohen Anzahl diverser Sponsoren, wetteifern die Werbenden um die optimalen Positionen. Hochwertige Flächen sollen als Garant für eine hohe Präsenzzeit der Unternehmenswerbung in den Übertragungsmedien dienen. Doch spiegelt ein hoher Leistungswert auch tatsächlich eine hohe Effektivität der Pressewände hinsichtlich der Aufmerksamkeitsgenerierung bei Zuschauern wider? Im Weiteren stellt sich die Frage, wie stark die Betrachter aufgrund der Informationsflut die dargestellten Unternehmensbotschaften bzw. -logos überhaupt noch wahrnehmen. Hierzu soll die folgende Untersuchung methodische Erkenntnisse liefern und darüber hinaus als Anstoß verstanden werden, kritisch über die zeitgemäße Wirksamkeit altbewährter Evaluationsmethoden nachzudenken.

Keywords:
Eye Tracking, Werbewirkung, Sponsoring, Wahrnehmung, Profisport, Werbemittel

Zitation:
Dinkel, M. & Schwan, D. (2016). Die Pressewand – Effektives Werbemittel im Profifußball?. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 33-37.


Laura Brager
Wahrnehmung von Sportsponsoring im Web-TV

Das Ziel von Sportsponsoren ist sowohl eine hohe Wahrnehmungswirkung zu erreichen, als auch sein Image zu stärken. Dabei liegt allerdings die Annahme nahe, dass Sportinteressierte eine ganz andere Wahrnehmung und auch Motivation beim Verfolgen des Sportgeschehens haben als weniger Sportinteressierte. Dieses wurde im Rahmen der nachfolgenden Studie anhand von Web-TV-Übertragungen eines Volleyballspiels untersucht.

Keywords:
Sportsponsoring, Eye Tracking, Wahrnehmung, Web-TV

Zitation:
Brager, L. (2016). Wahrnehmung von Sportsponsoring im Web-TV. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 38-43.


Nadine Martin & Michael Dinkel
Pre-Purchase-Behavior im Online-Sportfachhandel von Tennisequipment

Um Besucher des eigenen Online-Shops zu Kunden zu machen und diese auch zu halten, ist die Gestaltung und Performance des Online-Shops für den Erfolg in der Pre-Purchase-Phase entscheidend. Benutzer unfreundliche Oberflächen und umständlich dargestellte Produktseiten wirken sich negativ auf das Verhalten der Shop-Besucher aus und können zum Abbruch des Kaufs (Bounces) führen. Bei Tennisequipment, wie z.B. Schlägern, handelt es sich um komplexe Produkte, deren Darstellung sowohl für erfahrene Sportler und User als auch für Gelegenheitsnutzer geeignet sein sollte. Wie diese und weitere Anforderungen in zwei ausgewählten Tennis-Onlineshops umgesetzt werden und welche Auswirkungen dies auf das Pre-Purchase-Behavior der Probanden hat, ist Untersuchungsobjekt der nachfolgenden Studie.

Keywords:
Eye Tracking, Usability, Pre-Purchase-Behavior, Wahrnehmung, Online-Shop, Darstellung

Zitation:
Martin, N. & Dinkel, M. (2016). Pre-Purchase-Behavior im Online-Sportfachhandel von Tennisequipment. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 44-55.


Daniel Schwan & Heike Rolli
Werbeflächenanalyse in der Deutschen Eishockey Liga

Das vielfältige Angebot an unterschiedlichsten Kommunikationsmöglichkeiten reicht von traditionellen Typen der Fernseh-, Radio- und Printwerbung über Verkaufsförderungsmaßnahmen bis hin zu modernen Werbeformen. Den Werbungtreibenden steht folglich eine außerordentliche Vielzahl potenzieller Kommunikationsmittel zur Verfügung. Entsprechend steigt der Druck auf die Werbeanbieter, die Werbeflächenpreise gegenüber dem Kunden zu rechtfertigen, dessen Erwartungen zufriedenzustellen sowie konkrete Nachweise über die zu erwartende Werbewirkung darzulegen. Um eine solche Werbewirkung mittels fundierter Messwerte belegen zu können, wurde von der SAP Arena im Frühjahr 2013 erstmalig eine Studie zur Messung des Blickverhaltens von Besuchern eines Eishockeyspiels in Auftrag gegeben. Im Rahmen eines DEL Eishockeyspiels am Beispiel der Adler Mannheim wurden diverse Werbeflächen analysiert. Hierdurch konnten wahrnehmungsstarke bzw. weniger im Fokus der Besucher liegende Werbeflächen identifiziert werden.

Keywords:
Eye Tracking, Werbewirkung, Sponsoring, Wahrnehmung, Werbeflächenanalyse, Profisport

Zitation:
Schwan, D. & Rolli, H. (2016). Werbeflächenanalyse in der Deutschen Eishockey Liga. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 56-60.


Steffen Ronft & Laura Brager
Optimierung der Wegeführung im Hospitality-Bereich von Sportarenen

Große Veranstaltungsstätten wie Sportarenen benötigen ein durchdachtes Wegeführungssystem, um die Besucher gezielt und möglichst frustrationsfrei in die vorgesehenen Bereiche zu lotsen. Besonders unter dem Gesichtspunkt der Hospitality-Services in VIP- und Businessbereichen, stellt dies einen zentralen Aspekt der Customer Experience dar. Die Business-Kunden einer Arena laden wichtige Stakeholder zu Sportereignissen ein und fungieren daher als Gastgeber, die Gestaltung der lokalen Rahmenbedingungen obliegt wiederum dem Arenabetreiber. Im Folgenden wird anhand einer Studie in der SAP Arena Mannheim aufgezeigt, wie das Eye Tracking eine interessante Möglichkeit darstellt, um neuralgische Punkte im Orientierungsprozess von Besuchern zu identifizieren und konkrete Optimierungsmaßnahmen zu entwickeln.

Keywords:
Eye Tracking, Wegeführung, Laufwege, Wegeleitsystem, Hospitality-Bereich, Facility Management von Sportarenen

Zitation:
Ronft, S. & Brager, L. (2016). Optimierung der Wegeführung im Hospitality-Bereich von Sportarenen. M. Dinkel, C. Schröer, P. Thalmeier, L. Brager & S. Ronft (Hrsg.), Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche: Themenheft der Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, S. 61-67.

 

 


 

Die Herausgeber
Vorwort

Das Themenheft „Eye Tracking in der Sport- und Veranstaltungsbranche“ stellt theoretisch fundiert praktische Einsatzmöglichkeiten des Eye Trackings in der Sport- und Veranstaltungsbranche vor. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim (DHBW) als anwendungsorientierte Forschungseinrichtung kommt damit ihrem Auftrag nach, der Praxis vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Methoden und Theorie, Beratungswissen bereitzustellen. Diese Veröffentlichung stellt eine Überarbeitung und Ergänzung der Publikation „Qualitative Ansätze in der Veranstaltungsbranche: Wahrnehmungsoptimierung mittels Eye Tracking“ der Reihe „Mannheimer Beiträge zur Betriebswirtschaftslehre“ aus dem Jahre 2015 dar.
Im Beitrag von Laura Brager werden die grundlegende Vorgehensweise und die damit einhergehenden Theorieansätze zum Eye Tracking als Marktforschungsinstrument erläutert. Hierbei stehen die Erklärung der Methode sowie die Erläuterung biologischer Zusammenhänge im Vordergrund. Weitere theoretische Einordnungen erfolgen durch Beiträge von Carsten Schröer und Steffen Ronft. Schröer ordnet die Bedeutung und die Anwendungsmöglichkeiten des Eye Trackings systematisch in den Rahmen der Sponsoring-Forschung ein. Die mit Eye Tracking in Verbindung stehenden psychologischen Prozesse der Konsumenten- und Werbewirkungsforschung werden von Steffen Ronft beleuchtet. Ronft zeigt insbesondere die impliziten Prozesse hinter der visuellen Wahrnehmung und deren Bedeutung für die Planung und Evaluation der Markenkommunikation im Sportumfeld auf.
Ausgewählte praktische Einsatzmöglichkeiten des Eye Trackings zur qualitativen Bewertung in der Sport- und Veranstaltungsbranche werden in den anschließenden Beiträgen exemplarisch dargelegt. So untersuchen Michael Dinkel und Daniel Schwan das Wahrnehmungsverhalten von Fernsehzuschauern bezüglich auf der Pressewand positionierter Sponsoren innerhalb eines Fußball-TV-Beitrags. Laura Brager analysiert in ihrem Beitrag anschließend die Wirkungskomponenten Aufmerksamkeit und Erinnerung von Sponsoren bei einer Volleyballveranstaltung im Web-TV. Verbesserungspotenziale im Hinblick auf die Usability im Online-Sportfachhandel zur Beeinflussung des Pre-Purchase-Behavior von Bestands- und potenziellen Kunden werden von Nadine Martin und Michael Dinkel am Beispiel der beiden größten deutschen Onlineshops für Tennisequipment aufgezeigt. Daniel Schwan und Heike Rolli untersuchen, wie sich Blickbewegungen von Zuschauern auf Sponsorenflächen in der SAP Arena während einer Live-Situation verhalten und stellen konkrete Nutzungsmöglichkeiten für Sponsoren und Sportstättenbetreiber dar. Der Beitrag von Steffen Ronft und Laura Brager zeigt schließlich die Einsatzmöglichkeiten von Eye Tracking zur Optimierung der Wegeführung in Hospitality-Bereichen von Sportarenen auf, mit der Zielsetzung die Customer Experience der VIP-Gäste zu verbessern.
Unser Dank gilt den Autoren und den Partnern aus der Praxis, die uns bei der Umsetzung der Forschungsvorhaben unterstützt haben. Wir hoffen, mit dieser Publikation Denkanstöße zu liefern, wie das Eye Tracking zur Wissenserweiterung für die Sport- und Veranstaltungsbranche nutzbar gemacht werden kann.

 

Ausgabe Nr. 3 / 2016

Pia Dömling, Robin Heinze & Frank Daumann
Wirkungen des Betriebssports – ein systematischer Review

Unsere moderne Gesellschaft zeichnet sich zunehmend durch eine gesundheitsorientierte Lebensweise aus. Auch in der Arbeitswelt spielt Gesundheit eine wichtige Rolle. Die Erkenntnisse zur Wirkung des Betriebssports sind allerdings sehr uneinheitlich und kommen teils zu gegensätzlichen Ergebnissen. Daher erhebt der vorliegende Beitrag durch ein systematisches Review den aktuellen Stand der Forschung zur Wirkung des Betriebssports auf Unternehmen.
Die Analyse zeigt, dass Betriebssport positive Auswirkungen auf die Fehlzeitenrate der Mitarbeiter hat, die körperliche Fitness der Teilnehmer verbessert und somit die Schmerzintensität vor allem im muskulären Bereich senkt. Zum Teil positive Ergebnisse finden sich auch im sozialen Bereich. Betriebssport kann die Kommunikation und Freundschaftsbeziehungen unter den Mitarbeitern fördern.

Keywords:
Betriebssport, employee fitness program, Sport am Arbeitsplatz, physical activity at worksite, sytematischer Review

Zitation:
Dömling, P., Heinze, R. & Daumann, F. (2016). Wirkungen des Betriebssports - ein systematischer Review. Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 3, S. 1-22.


Dirk Jungels, Michael Förch & Christian Vogt
Forschungsreport – PAS: Player Agent Study Vol.1
Spielerberater – eine berufliche Tätigkeit in der Professionalisierung
Eine explorative, empirische Untersuchung zum Berufsfeld des Spielerberaters

Keywords:
Spielerberater, Professionalisierung, Arbeitsmarkt Sport, empirische Untersuchung

Zitation:
Jungles, D., Förch, M. & Vogt, C. (2016). Forschungsreport - PAS: Player Agent Study Vol. 1. Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 3, S. 24-30.


Frank Daumann & Dastin Schulz
Beeinflusst ein auf Sport, Fitness und eine gesunde Ernährung ausgerichtetes Betriebliches Gesundheitsmanagement die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers?

Gesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel und die sich daraus ergebenden Folgen wie der Fachkräftemangel sowie die älter werdenden Belegschaften stellen das moderne Personalmanagement vor weitreichende Herausforderungen. Insbesondere die Frage nach Methoden zur Personalrekrutierung und langfristigen Bindung sind angesichts des demografischen Wandels von großer Bedeutung. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass ein BGM ein attraktivitätssteigerndes Merkmal aus Bewerbersicht darstellen kann. Anhand der Zusammenfassung vorliegender empirischer Studien, die mit dem behandelten Thema in Zusammenhang stehen, werden mehrere Aspekte aufgezeigt, die für die Implementierung eines ganzheitlichen BGM zum Zweck der Attraktivitätssteigerung sprechen

Keywords:
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Arbeitgeberwahl, Arbeitsmarkt, Personalrekrutierung

Zitation:
Daumann, F. & Schulz, D. (2016). Beeinflusst ein auf Sport, Fitness und eine gesunde Ernährung ausgerichtetes Betriebliches Gesundheitsmanagement die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers? Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 3, S. 31-48.

Ausgabe Nr. 2 / 2016

Claudio Kasper, Maik Krummel & Axel Fietz
Der Trainerwechsel als Mittel zum Weg aus der sportlichen Krise? Eine empirische Untersuchung am Beispiel der deutschen Basketball-Bundesliga

Die Entlassung des Trainers in Zeiten des sportlichen Misserfolges ist insbesondere in vielen professionell betriebenen Mannschaftssportarten eine typische Maßnahme des Managements, um eine Erfolgssteigerung zu erreichen. Die tatsächliche Wirkung von Trainerwechseln auf den sportlichen Erfolg wurde international bereits anhand verschiedener Ligen mit uneinheitlichen Ergebnissen untersucht. In Bezug auf den Mannschaftssport in Deutschland stand bisher insbesondere die Fußball-Bundesliga im Fokus. Der vorliegende Beitrag ergänzt die bisherigen Forschungsbemühungen um eine Betrachtung der in einem anderen Spielmodus (Ligaspiele und „Play-offs“) ausgetragenen Basketball-Bundesliga anhand der 10 Spielzeiten von 2004/2005 bis einschließlich 2013/2014.

Keywords:
Basketball-Bundesliga; Trainerwechsel; Sportlicher Erfolg; Empirische Studie

Zitation:
Kasper, C., Krummel, M. & Fietz, A. (2016). Der Traininerwechsel als Mittel zum Weg aus der sportlichen Krise? Eine empirische Untersuchung am Beispiel der deutschen Basektball-Bundesliga. Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 2, S. 1-17.


Konstantin Druker & Julius Adrian
Alternative Finanzierungsinstrumente im deutschen Profifußball – Bedeutung und Perspektiven des Crowdfunding

Als Folge der bankenregulierenden Reformpakte Basel II und III kann von einem Ausweichen der Fußballunternehmen auf alternative Finanzierungsinstrumente ausgegangen werden, wobei insbesondere fanfinanzierte Anlageinstrumente großes Potential für die deutschen Fußballunternehmen bieten. Mit der erfolgreichen Fanfinanzierung des Fußballklubs VfL Osnabrück im Mai 2014 hat die junge Finanzierungsform Crowdfunding erstmals den Weg in den deutschen Profifußball gefunden. Der vorliegende Artikel bewertet das alternative Finanzierungsinstrument im Kontext des Profifußballs, wobei zunächst charakteristische Merkmale sowie der wirtschaftliche Status quo des Fußballmarktes erläutert werden sollen, was zur ganzheitlichen Beantwortung der Fragestellung zwingend miteinbezogen werden muss. Als perspektivischer Ausblick für den Einsatz des Instruments im Profifußball kann festgehalten werden, dass insbesondere externe Regulierungsbestrebungen seitens der Gesetzgeber eine bedeutende Rolle spielen werden.

Keywords:
Crowdfunding; alternative Finanzierung; Fan-Investoren; Profifußball; VfL Osnabrück

Zitation:
Druker, K. & Adrian, J. (2016). Alternative Finanzierungsinstrumente im deutschen Profifußball – Bedeutung und Perspektiven des Crowdfunding. Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 2, S. 18-33.


Peter Gerspach & Frank Daumann
Kann das Financial-Fair-Play die in es gesetzten Erwartungen erfüllen?

Für einen in der Zukunft möglichen sportlichen Erfolg investierten Fußballklubs erhebliche Summen in ihre Spielerkader, ohne dabei immer auf eine tragfähige Finanzierung geachtet zu haben. Um den teilweise bedrohliche Entwicklungen der Fußballklubs zu begegnen hat die UEFA zur Stärkung der finanziellen Substanz der europäischen Klubs ein umfangreiches Regelwerk – das „Financial Fairplay“ (FFP) – erlassen. Grundsätzlich geht es bei diesem Regelwerk darum sicherzustellen, dass die Klubs in einem Zeitraum von drei Jahren nicht mehr Geld ausgeben, als sie durch Tätigkeiten mit Fußballbezug einnehmen. Eine Nichtbefolgung der Regelungen zieht für die Klubs disziplinarische Folgen nach sich.
In diesem Beitrag soll geprüft werden, ob das FFP die propagierte Zielsetzung erreichen kann und wie es eventuell verbessert werden könnte.

Keywords:
Financial Fairplay; Profifußball; Finanzmanagement; UEFA; Klubwettbewerb

Zitation:
Gerspach, P. & Daumann, F. (2016). Kann das Financial-Fair-Play die in es gesetzten Erwartungen erfüllen? Sciamus - Sport und Management, Jg. 7, Nr. 2, S. 34-48.

 

Ausgabe Nr. 3 / 2015

 

Sebastian B. Bauers, Joachim Lammert & Gregor Hovemann
Beherrschender Einfluss von Investoren im deutschen Profifußball – Eine Bestandsauf­nahme und Analyse bestehender Umgehungen der 50+1-Regel

Die 50+1-Regel soll im deutschen Profifußball (1) den Ausschluss einer Fremdbestimmung durch Investoren, (2) die Vermeidung von (wesentlichen) Beeinträchtigungen der Integrität des sportlichen Wettbewerbs sowie (3) die Sicherstellung der Verbindung von Profi- und Breitensport gewährleisten. Diese Ziele erfahren aus sportökonomischer und sportsoziologischer Perspektive großen Zuspruch, werden möglicherweise jedoch verfehlt aufgrund von Regelumgehungen. Vor diesem Hintergrund fokussiert die vorliegende qualitative Untersuchung Fußballklubs, bei denen Indikatoren für beherrschenden Einfluss existieren. Mit Hilfe von Experteninterviews erfolgte eine bewusste Auswahl von sechs betroffenen Klubs. Die anschließende Analyse der relevanten Indikatoren zeigt eine ausgeprägte Artendiversität und Verbreitung von Umgehungen. Es geht hervor, dass bei der 50+1-Regel ein regulatorischer Handlungsbedarf besteht.

Keywords:
Finanzierung, Regulation, beherrschender Einfluss, 50+1-Regel, Umgehung

Zitation:
Bauers, S.B., Lammert, J. & Hovemann, G. (2015). Beherrschender Einfluss von Investoren im deutschen Profifußball – Eine Bestandsauf­nahme und Analyse bestehender Umgehungen der 50+1-Regel. In Sciamus - Sport und Management, 3/2015, S. 1-17.


Im Interview mit Anne Thonicke  – Geschäftsführerin des MTV Aurich e.V.
Die Strategien von Sportvereinsmanagern 


Christopher Huth
Forschungsreport - Eine zuschauerbasierte Analyse der Aufsplittung des Spieltages in der 1. Fußball-Bundesliga

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Aufsplittung sowie den Anstoßzeiten des Spieltages in der 1. Fußball-Bundesliga mittels einer standardisierten Fan-Befragung. Hierbei wird an passender Stelle auch ein Vergleich zwischen Stadionbesuchern und Fernsehzuschauern angestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Freitag, Samstag und Sonntag als Spieltage zu den gewohnten Anstoßzeiten akzeptiert sind. Der Montag als Spieltag oder Anstoßzeiten, die von den bisherigen stark abweichen, wie z.B. eine Anstoßzeit um 12.00h mittags an Samstagen, finden keine Zustimmung auf Seiten der Fans.

Keywords:
Anstoßzeiten, Spieltag, Fußball-Bundesliga, Aufsplittung, Vermarktung

Zitation:
Huth, C. (2015). Forschungsreport - Eine zuschauerbasierte Analyse der Aufsplittung des Spieltages in der 1. Fußball-Bundesliga. In Sciamus - Sport und Management, 3/2015, S. 22-26.


Christian Quirling
Das neue Recht der Spielervermittler - Das FIFA-Reglement zur Arbeit mit Vermittlern und das DFB-Reglement für Spielervermittlung 

Die FIFA hat mit Wirkung zum 01. April 2015 ein neues „Reglement zur Arbeit mit Vermittlern“ erlassen und ihr bisheriges System der Lizenzierung von Spielervermittlern aufgegeben. Dies ist jedoch nicht die einzige Änderung, an die sich Vereine und Vermittler gewöhnen müssen. Das neue Reglement führt eine Registrierungspflicht sowie erstmalig eine Offenlegungspflicht hinsichtlich sämtlicher an Vermittler gezahlter und zu zahlender Beträge ein. Außerhalb des Reglements schränkt die FIFA spätestens mit Wirkung zum 01. Mai 2015 die Beteiligung Dritter an finanziellen Ansprüchen aus einem Transfer ein. Der vorliegende Beitrag stellt die wesentlichen Rechtsänderungen im Bereich der Spielervermittlung dar und trifft eine erste Einschätzung bezüglich der Rechtmäßigkeit der neuen Regelungen.

Keywords:
Spielervermittler, Sportrecht, FIFA Reglement, Vermittler, Lizensierung

Zitation:
Quirling, C. (2015). Das neue Recht der Spielervermittler - Das FIFA-Reglement zur Arbeit mit Vermittlern und das DFB-Reglement für Spielervermittlung. In Sciamus - Sport und Management, 3/2015, S. 27-35.


Michael Barth
Buchvorstellung – Im Schatten der Sport­wirtschaft

 

Der Markt für Beach-Volleyball in Deutschland – eine Analyse der Branchenstruktur aus dem Blickwinkel der Veranstalter – Teil I

Ausgabe Nr. 1 / 2016

 

Anja Scheu & Sebastian Kaiser
Das Deutsche Sportabzeichen – Wahrnehmung und Perspektiven

Traditionsmarken haben es häufig schwer, sich in der modernen Gesellschaft zu behaupten. Das Deutsche Sportabzeichen ist eine dieser Traditionsmarken und arbeitet derzeit an einer neuen Marketingstrategie, die dabei helfen soll, sich gegenüber neuen Zielgruppen zu öffnen. Einer solchen Neupositionierung sollte grundsätzlich eine profunde Analyse der Ist-Situation vorausgehen. Im Rahmen dieses Beitrags erfolgt die Auswertung und Analyse einer empirischen Untersuchung zur Wahrnehmung des Deutschen Sportabzeichens in der Bevölkerung. Dabei wird insbesondere deutlich, dass die Marke nur wenig Strahlkraft und kein klares Image besitzt. Auf Basis der aufgedeckten Schwächen und Probleme werden erste fundierte Handlungsmaßnahmen ausgearbeitet und Anregungen für die Neupositionierung gegeben.

Keywords:
Sportabzeichen, Marketingstrategie, Markenpositionierung, Markenwahrnehmung, Markenimage

Zitation:
Scheu, A. & Kaiser, S. (2016). Das Deutsche Sportabzeichen – Wahrnehmung und Perspektiven. In Sciamus - Sport und Management, 1/2016, S. 1-14.


Im Interview mit Jörg Diekmann – Geschäftsführer des Braunschweiger MTV von 1847 e. V.
Die Strategien von Sportvereinsmanagern 


Annemarie Schmitgen & Michael Schilhaneck
Fallstudie - Sponsoring im Mittelstand: Sweetheart-Deal vs. strategisches Investment?

Sponsoring ist eines von zahlreichen Kommunikationsinstrumenten, denen sich Unternehmen zur Erreichung ihrer Marketingziele bedienen können. Wie alle anderen Instrumente auch sollte es auf Basis eines klar definierten Konzepts genutzt werden. „Sponsoring-Engagements“ von mittelständischen Unternehmen sind jedoch oft nicht systematisch ausgewählt, aktiviert und kontrolliert und daher eher als Sweetheart-Deals bzw. Mäzenatentum zu klassifizieren. Im Folgenden wird am Beispiel des Fahrzeugtechnikentwicklers BFFT gezeigt, dass Sponsoring als strategisches Invest auch im Mittelstand – mit einem „überschaubaren“ Mitteleinsatz und ohne Agenturunterstützung – möglich ist.

Keywords:
Sportsponsoring, Mittelstand, strategisches Investment, Sponsoring, Sweetheart-Deal

Zitation:
Schmitgen, A. & Schilhaneck, M. (2016). Fallstudie - Sponsoring im Mittelstand: Sweetheart-Deal vs. strategisches Investment? In Sciamus - Sport und Management, 1/2016, S. 20-28.

 

Der Markt für Beach-Volleyball in Deutschland – eine Analyse der Branchenstruktur aus dem Blickwinkel der Veranstalter – Teil I